Andrej Pfeiffer-Perkuhn ist bekannt für seinen YouTube- und Twitch-Kanal „Geschichtsfenster“, der – wie der Name sagt – ein Fenster zur Vergangenheit öffnet und faszinierende Einblicke in die Historie bietet. Seine Begeisterung für die Geschichte begann bereits in der Kindheit mit dem Entdecken erster Rittersagen. Später kam die Leidenschaft für Fantasy-Rollenspiele hinzu, die er inzwischen auch im LARP (Live Action Role Playing) auslebt. Aus persönlichem Interesse arbeitete er sich tief in die Details des Spätmittelalters ein.
Seit 2009 ist er als freiberuflicher Kulturvermittler im Bereich der „Living History“ tätig. In Museen, Schulen oder auf historischen Veranstaltungen vermittelt er seither anschaulich das Alltagsleben des Spätmittelalters und räumt mit gängigen Fehlvorstellungen auf. Inzwischen berät er unter anderem auch Universitäten und Museen.
Annika Harrison ist Lehrerin, Mutter, Podcasterin und Skeptikerin. Sie studierte Englisch und Geschichte in Siegen und verbrachte einige Zeit in England, Wales und Australien. Seit 2023 ist sie im WTF-Kernteam und stellt im Online-Format mit Vorliebe Fragen an die Expert:innen.
In ihrer knapp bemessenen Freizeit beschäftigt sie sich vor allem mit skeptischen Themen, die ihr im Alltag begegnet sind, beispielsweise mit „Geburtengeschwurbel“, oder trifft andere skeptische Leute bei „Skeptics in the Pub Köln“ und verwandten Formaten.
Bernd Harder sah „Frankenstein“ (1931) und „Frankensteins Braut“ (1935) in den 1970ern im Fernsehen und interessierte sich fortan für verrückte Wissenschaftler und ihre Kreaturen. Heute ist er Skeptiker, bloggt für den esoterikkritischen Verein „Skeptix“ und schreibt Bücher darüber, wie seltsame Dinge sich einfach erklären lassen. Nicht nur auf Twitter ist er dafür bekannt, den Begriff #demokratischeHerdenimmunität im WildMics #FERNGESPRÄCH geprägt zu haben. Seit 2023 ist er im Kernteam des WTF-Talk auf Twitch.
Sein parakryptozoologischer Mitbewohner Kühlwaldi besitzt eine eigene Fan-Community: zeugen-kuehlwaldis.org
Als literarischer Hedonist, Genregrenzensaboteur sowie Adoptivautor der frühen Gothicszene ist Christian von Aster seit mehr als zwanzig Jahren nicht nur quasi Inventar des pfingstlichen Leipzig, sondern als hoch enthusiasmierter Freund der freien Künste auch stets für eine Überraschung gut.
Wobei man ihm tatsächlich auch nachsagt, bisweilen redlich unterhaltsam zu sein.
herrvonaster.de
Menschen neigen dazu, die unangenehmen Aspekte ihrer Existenz lieber auszublenden. „Der Tod” tut als Künstler in seiner Gestalt des Sensenmanns das Gegenteil: Indem er uns humorvoll durch die skurrilen Momente seines „Arbeitsalltags” führt, nimmt er Tabuthemen wie Sterben und Trauer etwas von ihrem Schrecken.
Fotografin: Anja Pankotsch
Fabian Deister ist Biologe und als engagierter Wissenschaftskommunikator mit seinem YouTube-Kanal „fabiologe“ tätig. Er ist überzeugt davon, dass Wissenschaftskommunikation – gerade in Zeiten von Social Media und globalen Unsicherheiten – einen wichtigen Beitrag zur gegenseitigen Verständigung und zum allgemeinen Fortschritt leisten kann.
Zitat: „Wir alle haben heute das Wissen der Welt greifbar nah und werden mit einer Flut von teils widersprüchlichen Informationen zugeballert. Trotzdem gibt es grundlegende Themen, über die sich Menschen meiner Meinung nach Gedanken machen können und sollten. Ich versuche Wissen zu vermitteln, welches in anderen Medien teils zu kurz kommt und deshalb ein Einfallstor für Falschinformationen oder Missinterpretationen bietet. Dem möchte ich mit meinen Beiträgen etwas entgegensetzen, indem ich interessante Themen aus der tatsächlichen Forschung von Biolog*innen vorstelle. Außerdem möchte ich helfen, Menschen und Organisationen zu entlarven, die versuchen, andere mit Pseudowissenschaft um ihr Geld und ihre Gesundheit zu bringen.“
Florian Aigner ist promovierter Quantenphysiker und Wissenschaftspublizist. Er schreibt Kolumnen, Artikel, Bücher, arbeitet an Radio- und Fernsehprojekten und ist immer wieder auf Bühnen zu sehen. Immer geht es dabei um Wissenschaft und Technik - um die Frage, wie wir die großen Zusammenhänge der Welt am besten verstehen, aber auch um die Frage, wie wir echte Wissenschaft von irreführender Pseudowissenschaft unterscheiden können. Aigners Buch "Warum wir nicht durch Wände gehen" wurde zum "Wissensbuch des Jahres 2023" gewählt, sein aktuelles Buch "Die Wirklichkeit ist auch nicht wahr" erschien 2026 im Brandstätter Verlag.
Foto: Gianmaria Gava
Hagen Brauns Jugend war geprägt von Perspektivlosigkeit, Gewalt, Drogen und Beschaffungskriminalität – ein Leben, in dem Gewalt lange als legitime Lösungsstrategie erschien. 1996 eskalierte dieser Weg: Hagen Braun tötete einen Menschen und wurde wegen Mordes zu neun Jahren Jugendstrafe verurteilt. Eine Tat, die – wie er selbst sagt – weder gutzumachen noch zu entschuldigen ist.
In der Haft begann ein grundlegender Wandel. Unterstützt von Menschen, die an Veränderung glaubten, setzte er sich intensiv mit seinem Verhalten auseinander, übernahm Verantwortung und arbeitete konsequent an sich. Während seiner Haft absolvierte er zudem eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker.
Heute ist Hagen Braun zertifizierter Anti-Aggressivitäts-Trainer (AAT®) und in der Straffälligenhilfe aktiv. Beim Verein Opfer- und Täterhilfe e.V. Mainz arbeitet er im Fachbereich AAT® sowie in der Betreuung haftentlassener Männer. Darüber hinaus ist er freiberuflich beim Verein Gran Torino e.V. tätig, wo er sowohl in Haftanstalten als auch in Schulen und Jugendeinrichtungen Präventionsarbeit leistet.
Dr. Holm Gero Hümmler ist Physiker und forschte am Max-Planck-Institut in München, dem CERN und dem Brookhaven National Laboratory. Seit 2001 ist er Unternehmensberater, seit 2007 Firmeninhaber. Als Autor und Blogger beschäftigt er sich kritisch mit Grenzgebieten der Physik, modernen Verschwörungsmythen und Esoterik. Seit 2023 ist er im Kernteam des WTF-Talk auf Twitch.
quantenquark.com
Julia Jeschke studiert seit 2020 Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig. Innerhalb ihres Studiums arbeitete sie an einem Podcast, in dem sie sich vor allem mit kriminalwissenschaftlichen Themen auseinandersetzte. Ihr besonderes Interesse gilt den Schnittstellen zwischen der Rechtswissenschaft und psychologischen sowie gesellschaftlichen Fragestellungen. Darüber hinaus engagiert sie sich politisch, wobei ihr Schwerpunkt insbesondere auf der politischen Bildung liegt.
Auch wenn Luci van Org das "Mädchen", mit dem sie bei "Lucilectric" Popgeschichte geschrieben hat, noch immer im Herzen trägt – heute ist "Cross-Media-Künstlerin" sicher die treffendere Bezeichnung für die quirlige Berlinerin Jahrgang 1971. Die mittlerweile bereits mehrfach preisgekrönte Roman-, Drehbuch- und Theaterautorin, Illustratorin und Schauspielerin hält der Musik schließlich auch noch die Treue, zum Beispiel mit ihrem Soloprojekt "Lucina Soteira", als "Übermutter", als weibliche Hälfte des Duos "Meystersinger" oder als Songschreiberin und Produzentin für andere Künster. Logisch, dass sie deshalb bei ihren Lesungen auch so gut wie immer musiziert und singt und ihre Bücher auch häufig selbst illustriert.
lucivanorg.de
Der Arbeitsschwerpunkt von Kriminalpsychologin Lydia Benecke liegt im Bereich der Gewalt- und Sexualstraftaten. Ehrenamtlich engagiert sie sich seit ihrer Zeit als Studentin im Bereich der Aufklärung irrationaler Überzeugungen und der Wissenschaftskommunikation im Sinne des Verbraucherschutzes, wobei sie beispielsweise vermeintlich übernatürliche Phänomene oder Verschwörungsnarrative mithilfe psychologischer Erklärungsmodelle dekonstruiert.
Von der "Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften" (GWUP), in der sie langjährig aktiv war, distanziert sich Lydia Benecke inzwischen. Für Wissenschaftskommunikation, die Vermittlung seriöser Informationen, Aufklärung über Fehlinformationen in unterschiedlichen Bereichen und den Schutz von Menschen engagiert sie sich (ebenso wie viele andere ehemalige GWUP-Mitglieder) im 2024 gegründeten Verein Skeptix: https://skeptix.org/
Außerdem klärt sie über die moderne wissenschaftliche Sicht bezogen auf ungewöhnliche sexuelle Vorlieben („Paraphilien“) auf und ist in diesem Zusammenhang seit mehr als einem Jahrzehnt ehrenamtlich die Jugendschutzbeauftragte des gemeinnützigen Vereins SMJG.
Neben fachspezifischen Fortbildungen, die sie u. a. für die Polizei durchführt, ist sie auch im Sinne moderner Wissenschaftskommunikation als kriminalpsychologische Bestsellerautorin und Vortragende für ein breites Publikum tätig.
lydiabenecke.de
Schon immer faszinierten Mirko Gutjahr die ungelösten Rätsel der Vergangenheit. Daher wurde er - auch wenn seine Eltern es lieber gesehen hätten, wenn er „etwas Anständiges“ studiert hätte - schließlich Archäologe. In dieser Eigenschaft grub er in König Artus' Burg (einer von den vielen), reiste zu echten und vermeintlichen Pyramiden und durchforstete das Geheimarchiv des Vatikans. Zwar leitet er inzwischen drei Museen und bereitet seriöse Ausstellungen vor, doch zieht es ihn immer wieder zu den obskuren Themen hin. Diese Obsession lebt er in seinen Podcasts zu abseitigen Geschichten der Historie und Archäologie aus. Eines seiner Spezialgebiete ist insbesondere die Archäologie der Magie des Mittelalters – ein Themenfeld voller Geheimnisse.
Dr. med. Nahlah Saimeh, geb. 1966 in Münster/Westfalen ist Sachverständige für Forensische Psychiatrie. Von 2000 bis 2004 leitete sie als Chefärztin die Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Bremen- Ost, von 2004 bis 2018 war sie Ärztliche Direktorin am LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie Lippstadt und Leiterin des Fortbildungs-und Gutachteninstituts. Seit Mai 2018 ist sie als Sachverständige selbständig. Schwerpunktmäßig befasst sie sich mit schwerer sexueller und nicht-sexueller Gewaltkriminalität und Gewalt im öffentlichen Raum. Ferner ist sie Autorin und Herausgeberin von Fachpublikationen und Autorin von Sachbüchern zu True Crime.
Dr. Rebecca Wismeg-Kammerlander ist Visiting Research Fellow am King’s College London, wo sie bis 2023 als Dozentin für Germanistik und European Studies lehrte. Die Schwerpunkte ihrer wissenschaftlichen Arbeit liegen auf Konsum- und „Dingkultur“, den Health und Medical Humanities sowie österreichischer Kultur, Geschichte und Literatur. Abseits der Hörsäle und Bibliotheken arbeitet sie als Marketing Executive für eine US-amerikanische Rechtsanwaltskanzlei.
Während der Corona-Pandemie hat sie sich mit andren Skeptiker:innen vernetzt. Seitdem setzt sie sich – mit ihrem Interesse an Krankheit und Medizin und ihre Schwäche für Marken und Produktdesign stets im Auge – für Wissenschaftskommunikation, Information und offenen Diskurs ein.
Ronald Straew gehört seit Mai 1986 der Polizei an. Nach seinen Anfängen als Verkehrspolizist, unter anderem beim Unfalldienst, wechselte er im Januar 1996 als Kriminalbeamter zur Mordkommission Leipzig. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen vom K 11 bearbeitet er Todesermittlungsverfahren und schwere Straftaten. Der auf drei Jahrzehnte in der Mordkommission zurückblickende Ermittler betont: „Arbeit in der Mordkommission ist immer Teamarbeit.“
Ruth Habeland ist Sozialpädagogin, Familientherapeutin, systemische Traumatherapeutin und ein klein bisschen Podcasterin. Sie verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Behandlung von Sexualstraftätern. Neben ihrer therapeutischen Tätigkeit engagiert sie sich als Referentin für fachspezifische Vorträge gegen (sexualisierte) Gewalt und führt Diversitätsschulungen durch. Zudem arbeitet sie als Organisationsberaterin und unterstützt Organisationen bei Präventions- und Interventionsmaßnahmen.
Ihr Arbeitsumfeld ist vielfältig: Von Lehrer*innen, Wohlfahrtsverbänden und Gewerkschaften bis hin zur freien Marktwirtschaft – Ruth Habeland ist dort, wo sie gebraucht wird.
Thomas Kundt ist ein echter Tatortreiniger und wohl der bekannteste Tatortreiniger sowie Desinfektor Deutschlands. Wenn er aus seinem Berufsalltag erzählt, füllt er die Säle im ganzen Land. Sein Buch „Nach dem Tod komm ich“ erschien 2021 und wurde ein SPIEGEL-Bestseller. In seinem Audible-Original-Podcast "Was sonst niemand sieht" berichtet er wöchentlich von tragischen Schicksalen hinter verschlossenen Türen der Nachbarschaft. Mit knapp einem Jahrzehnt Berufserfahrung kann er auf verschiedenste, traurige wie skurrile, teilweise unvorstellbare Tatorte und Geschichten zurückgreifen.
thomaskundt.de