Christian von Aster

Als literarischer Hedonist, Genregrenzensaboteur sowie Adoptivautor der frühen Gothicszene ist Christian von Aster seit mehr als zwanzig Jahren nicht nur quasi Inventar des pfingstlichen Leipzig, sondern als hoch enthusiasmierter Freund der freien Künste auch stets für eine Überraschung gut.

Wobei man ihm tatsächlich auch nachsagt, bisweilen redlich unterhaltsam zu sein.

https://www.herrvonaster.de

Lesung – Freitag Block 3

Schnitter, Gevatter und Sensenmann: Allerlei Geschichten vom Tod

Wenn man diesen Erzählband aufschlägt, um sich dem Tod mithilfe von Christian von Asters Erzählungen anzunähern, spürt man schnell, wie sich der Herr Autor mit jeder Geschichte auf einen neuen Tanz einlässt, um ihren Rhythmus, ihren Herzschlag zu erspüren und dem Thema in jeder von ihnen einen neuen Raum zu eröffnen. Am Ende stehen fünfzehn Texte, die, mal von der Tätigkeit des Autoren als Trauerredner, mal von der als Satiriker geprägt, zwischen Zärtlichkeit, Poesie, schwarzem Humor und dem Unaussprechlichen immer in Zwiesprache mit der mystisch morbiden Symbol- und Formensprache der Illustrationen treten, die Maximiliane Spieß eigens für diese Sammlung erstellt hat. Und so ist dieses Buch am Ende nicht weniger als ein ebenso vielseitiger wie vergnüglicher Spaziergang mit dem Tod…