(Ein)gebildet - Hängen Bildung und Diskriminierung zusammen?

Wer in einem Haushalt aufwächst, in dem Bücher eher Mangelware sind und niemand studiert hat, muss oft doppelt so viel leisten, um im Schulsystem mitzuhalten – und bekommt trotzdem oft weniger Anerkennung. Häufig heißt es dann: „Die Eltern kümmern sich halt nicht.“ Doch hinter solchen Urteilen steckt ein System, das bestimmte Startvoraussetzungen belohnt und andere benachteiligt. Klassismus ist Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft oder der gesellschaftlichen Stellung. Und er ist im Bildungssystem leider kein Einzelfall, sondern ziemlich tief verwurzelt.

Aber Klassismus ist nicht die einzige Form von Bildungsdiskriminierung. Auch Rassismus spielt eine Rolle. Wenn z.B. Menschen mit Migrationsgeschichte seltener Gymnasialempfehlungen erhalten – unabhängig von ihren Noten.. Weitere Formen sind Ableismus, also die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung oder chronischer Krankheit, Queerfeindlichkeit, Sexismus oder Altersdiskriminierung.

Bildung gilt als große Gleichmacherin und als der Schlüssel zu sozialem Aufstieg. Und irgendwie stimmt das ja auch – theoretisch. Aber was, wenn der Schlüssel nur für bestimmte Türen passt? Oder schlimmer noch: Wenn gar nicht alle einen Schlüssel bekommen? Wie gebildet ist eigentlich ein System, das so viele Menschen ausschließt? Antworten auf diese und weitere Fragen bekommt ihr hier.