Lange ging man davon aus, dass Menschen, die sexuelle Tötungsfantasien haben, irgendwann auch entsprechende Straftaten begehen werden. Durch das Aufkommen des Internets wurde allerdings zunehmend deutlich: Es gibt Betroffene solcher sexuellen Gewaltfantasien, die mit diesen leben, ohne jemals Straftaten zu begehen. Lydia Benecke führt seit zwei Jahrzehnten Gespräche mit diesen Menschen, die sich bewusst gegen das Begehen von Straftaten entschieden haben. Hierbei geht sie der Frage nach, was sie von jenen Menschen unterscheidet, die ihre sexuellen Gewaltfantasien in die Realität umsetzen und mit denen sie im Rahmen ihrer rückfallpräventiven Arbeit mit Straftätern zu tun hat. Die hieraus resultierenden Erkenntnisse waren ihr unter anderem in einem Kriminalfall nützlich, bei dem sie eine ungewöhnliche Rolle spielte.