Es geht um einen kriminalistisch verzwickten Fall mit seinen juristischen Tücken: Schon seit geraumer Zeit war “Heimu” in anonymen Chat-Foren unterwegs und suchte dort gezielt Kontakt zu selbstmordgefährdeten Frauen. Er gab sich als verständnisvoller Freund aus, bestärkte sie aber zugleich in ihrem Suizidwunsch. Nachdem er bereits per Telefon akustisch den Tod einer jungen Frau mitangehört hatte, wollte der Mann aus sexuellem Sadismus heraus und Vorliebe für Scheinhinrichtungen gefesselter Frauen nun selbst töten. Das Landgericht Gießen verurteilte den Familienvater zu sieben Jahren Haft - obwohl er zur Tat nicht einmal angesetzt hatte.