Mad Scientists - Erkundung eines Stereotyps der Wissenschaft

Wissenschaft ist faszinierend, sie kann Menschen aber auch Angst machen – etwa wenn die Folgen neuer technologischer Entwicklungen als unabsehbar oder Forschungsprojekte als selbstzweckhaft und ohne gesellschaftlichen Nutzen wahrgenommen werden. Roman- und Filmfiguren wie Victor Frankenstein, Dr. Moreau oder Henry Jekyll verkörpern diese Ambivalenz zwischen Brillanz, Neugier, Kreativität einerseits und Machbarkeitswahn, Skrupellosigkeit, Amoralität auf der anderen Seite. Sind diese und andere „Mad Scientists“ wirklich krank? Oder stehen sie sinnbildlich für unsere Ängste vor dem Kontroll- und Realitätsverlust einer enthobenen Wissenschaft? Anhand zahlreicher Beispiele, von Professor Abronsius bis zum „Re-Animator“, gehen Lydia Benecke und Bernd Harder dieser spannenden Frage auf den Grund.